Speckstein ist ein Material, welches sich leicht mit einfachen Hilfsmitteln bearbeiten lässt. Das kann vorteilhaft sein, aber auch hinderlich. Vorteilhaft, weil der Stein in fast alle Formen gearbeitet werden
kann. Man arbeitet sich quasi von grob nach fein. Eine Säge und oder ein Hammer mit Meissel spalten grosse
Stücke und lassen schon die ersten Formen entstehen. Feilen und Schleifpapier (80 – 600 Körnung, 320, 400 und 600 als Nassschleifpapier) in allen Stärken helfen die Wünsche in die Tat zu verwandeln. Jedoch sei zu bedenken, dass schon ein Fingernagel oder ein Ring ungewollte Schnitzer in den Stein machen kann.
Da Speckstein in so vielen Farben vorkommt, sollte man den Stein vor seiner Bearbeitung auf die jeweilige Farbe überprüfen. Das geht relativ einfach, indem man den Stein mit Wasser besprüht. Idealerweise sollte man das an einer Schnittfläche testen, denn so kann man auch gleich sehen, ob der Stein Einschlüsse oder Risse hat. In manchen Fällen sollte dann die Planung umgeworfen werden, da der Stein während der Bearbeitung unabsichtlich gespalten werden kann und die ganze Mühe dahin ist. So ist es mir bei diesem Anhänger gegangen, geplant war ein Loch in der Mitte.
Bei diesem Stein hatte es funktioniert ein Loch in die Mitte zu arbeiten, aber hier handelt es sich auch um einen dunklen Stein. Ich kann es nicht verallgemeinern, aber helle Steine sind weicher als dunkle, in der Bearbeitung.
Ist die gewünschte Form erreicht und der Stein so poliert, dass keine Rillen und Streifen mehr sichtbar sind, kann der Stein zum Verdichten in den Backofen. Zuvor sollte er aber von den Polierresten – Staub – befreit sein. Wenn der Stein noch warm (Vorsicht der Stein kann extrem heiss werden und die Wärme auch lange speichern) sollte der Stein noch mit ein wenig Politurwachs “versiegelt” werden. Hierzu eignet sich unter anderem Schuhcreme (durchsichtig) oder Bohnerwachs. Das Wachs auf dem warmen Stein verteilen und mit Polierwatte oder einem Baumwollstoff nachpolieren.
Zusammenfassend sei gesagt, nach der Formentstehung besteht die hauptsächliche Arbeit im gründlichen polieren. Ich hab die Erfahrung gemacht, lieber länger und gründlicher den Stein polieren, um so schöner glänzt er und so edeler wirkt er. Dazu sollte man sich einen Raum suchen, in dem es richtig staubig werden darf und dazu die passende Kleidung. Denn es staub zuweilen sehr ordentlich. Aber wenn das gewünschte Resultat entsteht, ist es den Aufwand wert.
hier nur noch ein wenig vergoldet und auf einen Sockel gesetzt